7 Entwicklungsprinzipien für große Projekte
Prinzipien beschreiben den Anfang, der alles folgende bestimmt. Sie sind gleichsam Wertesystem, Voraussetzung und Strategie für alles weitere Denken und Handeln.
Die Softwareentwicklung war Jahrzehnte von den Prinzipien des sogenannten Wasserfallmodells geprägt, die mit den heutigen Anforderungen an IT-Systeme teilweise ihre Gültigkeit verloren haben.
Die "7 Entwicklungsprinzipien" ermöglichen es, die Vision des Real-Time Unternehmens in die Softwareentwicklung abzubilden.
Diese Prinzipien sind die Grundlage für das Osthus-Vorgehensmodell.
1. Prinzip
Der Prozess der Softwareentwicklung ist als komplexes, adaptives System zu behandeln.
2. Prinzip
Geschäftsprozessgestaltung (Analyse und Design) gehören untrennbar zur robusten Gestaltung von Architektur und Begriffswelt (Geschäftsobjekte).
Struktur und Prozess gehören zusammen.
3. Prinzip
Die Trennung von Geschäftsprozessgestaltung, System Analyse und System Design berücksichtigt evtl. vertragliche Rahmenbedingungen, ist ansonsten aber eher willkürlich.
4. Prinzip
Der Systemgestalter muss federführend den gesamten Zyklus der Softwareentwicklung abdecken.
5. Prinzip
Die Identifikation und das Design von Mustern auf allen Ebenen (Kommunikation, Prozess, Begriffswelt, Design, Architektur) entsprechend den Zielen (Strategien und Prinzipien) ist zentral für die Erstellung eines zukunftsfähigen Systems:
- Verhaltensmuster
- Organisationsmuster
- Prozess-Muster
- Analyse-Muster: Domain-Muster, Applikationsmuster, Architektur-Muster, usw.
- Design-Muster: Entwurfs-Muster, Architektur-Muster, Schnittstellen-Muster, usw.
6. Prinzip
Offene, visuelle Kommunikation ist das Mittel der Wahl, um sowohl den Entwicklungsprozess als auch das System adaptiv zu erstellen.
7. Prinzip
Die Softwareentwicklung erfolgt modellgetrieben: Es wird soviel automatisiert, wie sinnvoll ist, aber nicht mehr.
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